Nationalpark

Zwei-Tages-Wanderung mit Übernachtung in der Chamanna Cluozza

Tag 1: Zernez (1471) – Sarasinstein – Il Pra – Vallun Padratscha – Il Grass – Chamanna Cluozza (1882 m) – 3h

Tag 2: Chamanna Cluozza (1882 m) – Mutter (2545 m) – Plan dals Poms – Plan Praspöl – Vallun Chafuol/P3 (1766m) – 4h

Anfahrt über den windigen Albulapass bei schönstem Herbstwetter und eisigen Temperaturen.

Gegen 15.00 Uhr erreichen wir den Parkplatz “Pra da Punt” am Ortsausgang von Zernez und machen uns warm eingepackt auf den Weg. Unser  Ziel heute ist die Chamanna Cluozza, rund 3 Stunden Gehdistanz von hier.

Der Wanderweg führt durch einen wunderschönen Wald. Rund zwei Stunden wandern wir bergauf und gewinnen schnell an Höhe. Immer gelber werden die Lärchen und die Aussicht auf das Val Cluozza ist imposant.

In der Hoffnung nicht erst im Dunkeln in der Hütte anzukommen, rasten wir nur kurz für ein Rugeli Salami und gehen nach dem Aufstieg direkt weiter. 

Der Weg führt nun wieder hinunter ins Tal. Wir überqueren den Cluozzabach, um auf die andere Seite des Tals zu gelangen.

Nur noch 15 Minuten dauert es zur Hütte, die wir knapp vor dem Znacht erreichen. Trotz Rüffel vom Hüttenteam, weil wir so knapp dran sind, kommen wir noch zu unserem Znacht. Es gibt Älplermaccaroni mit Öpfelmues, selbstverständlich mit einem Gläsli Wii dazu. Auch Dessert ist bei der Halbpension inbegriffen. Ziemlich müde beziehen wir nach dem Essen unser gemütliches Zimmer, das wir zu fünft mit einem Finnen und einem Deutschen bewohnen. In der Hütte gibts auch Massenschlag-Zimmer, die günstiger sind. Die Hütte ist allerdings schon weit im Voraus reserviert, weshalb man von Glück reden kann, dass wir überhaupt noch ein Plätzli bekommen haben. Anyway, trotz Erschöpfung gabs vor dem ins Bett gehen noch eine Runde Jungle Speed mit ein paar Jungs aus Solothurn und Bern.

Nach einer erholsamen Nacht, starten wir relativ früh in den Tag. Zwischen 7 und 8 Uhr gibts Zmorge. Sportlich. Es ist noch klirrend kalt, doch das Röhren der Hirschen lockt uns aus dem Haus. Mit den ersten Sonnenstrahlen am Berg sieht man durch das Fernrohr die ersten Gämse an den Hängen grasen. Idylle pur.

Gegen halb 9 starten wir Richtung Murtersattel. Uns wird schnell warm durch den stotzigen Aufstieg. Wir haben Glück mit dem Wetter und geniessen den goldigen Herbstmorgen. In der Höhe treffen wir Gämsen an, die Hirsche sind leider immer noch nicht in Sicht.

Nach rund 2 Stunden erreichen wir auf 2545 m. ü. M. den höchsten Punkt unserer Wanderung. Hier auf dem Murter haben wir uns den Schluck Whiskey aus dem Flachmann wohl verdient.

Auf der anderen Seite des Murtersattels steigen wir ins Val dal Spöl hinab. Schon bald haben wir Blick auf den kitschig türkisfarbenen Lai da Ova Spin.

Und endlich sehen wir sie! Ein paar Hirsche weit unten am Grasen. Das Wochenendziel ist erreicht.

Bald gelangen wir wieder in bewaldete Regionen. Die Lärchen leuchten golden – wunderschön! Im Tal überqueren wir den Lai da Ova Spin über eine ziemlich hohe Holzbrücke. Hier erscheint der See kaum breiter als ein Fluss.

Von da sind es nur noch 15 Minuten bis Vallun Chafuol/Parkplatz 3. Langsam wird es immer bewölkter und wir sind froh nach insgesamt 4 Stunden Wanderzeit pünktlich an unserem Ziel anzukommen. Denn hier fährt das Postauto nur einmal pro Stunde Richtung Zernez. Zufrieden und doch etwas müde, trotz der nicht allzustrengen Wanderung, machen wir uns auf den Rückweg nach Zürich. Wir beschliessen diesmal einen anderen Weg nachhause zu nehmen und fahren bei Schneegestöber über den Flüelapass.

Was für ein toller Winteranfang!

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