Korsika

Unsere Reiseroute:

Reisedauer: 8 Tage
Reiseart: Fähre & Auto
Unterkunft: Camping mit Zelt
Aktivitäten: Wandern, Reiten, Strand, Fotografieren,
Sightseeing, Entspannen

Zürich – Savona

Die Fahrt von Zürich via San Bernardino nach Savona dauert rund 6 Stunden mit dem Auto. Genügend Zeit also, um sich in Ferienstimmung zu bringen. Savona ist nur einer von diversen Fährenhafen, von denen aus man Richtung Korsika aufbrechen kann. Eine Auflistung der Fährverbindungen findet man auf directferries, oder bei den verschiedenen Fährunternehmen selbst. Wir entschieden uns mit Corsica Ferries von Savona nach Bastia überzusetzen.

Savona

Gegen Abend kommen wir in Savona an und genossen gleich das erste korsische Bier am Hafen. Der Hafen liegt nicht weit ausserhalb des Örtchens. Man kann sich vor der Überfahrt also durchaus noch den Bauch in einem der Restaurants vollschlagen.

Savona – Bastia

Die Überfahrt nach Bastia dauert von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr am nächsten Morgen. Es gibt auch schnellere Fähren, die nur einige Stunden brauchen, doch wir wollten das komplette “Korsika-Ferries-Feeling” und buchten deshalb die Nachtfähre. Und es hat sich definitiv gelohnt. Die Morgenstimmung war bombastisch, der Süden spür- und riechbar.

Cap Corse

Das Cap Corse bietet auf kleinstem Raum wunderschöne Strände, herzige Küstenörtchen, und malerische Strässchen durch die saftig bewachsenen Hügel. Entlang der Küste des rund 40 km langen und 15 km breiten “Finger Korsikas’s” lädt eine gut ausgebaute Küstenstrasse zur Entdeckung der Halbinsel ein.

Erbalunga

Wir starten von Bastia nach Norden entlang der Ostküste des Cap Corse. Den ersten Kafistopp machten wir im hübschen Erbalunga. Und vertreten uns erstmals seit gestern Morgen die Beine.

Marine de Pietra Corbara & Maccinaggio

Wir sind überrascht und überwältigt von der schönen Natur, den traumhaften Farben, der angenehmen Temperatur und den feinen Düften. Hinter jeder Kurve verbirgt sich wieder eine neue Bucht, und damit eine kleine Überraschung.

In Maccinaggio befindet sich der längste Sandstrand des Cap Corse. Im zum Ort dazugehörige Yachthafen ankern bis zu 200 Schiffe. Zu dieser Jahreszeit wirkt jedoch auch dieser Ort irgendwie ausgestorben.

Église de San Martinu in Rogliano

Von Maccaniggio aus lohnt sich ein Abstecher auf die Gebirgskuppe. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick über die Küste und kann nach Lust und Laune durchs steile Dorf spazieren.

Port de Centuri

Wir wechseln die Seite und nehmen fahren nach Rogliano weiter auf der Bergstrasse bis nach Centuri-Port. Die Strasse durchs Innere des Cap lohnt sich sehr. Herrlich duftet die Macchia hier oben.

Centuri-Port ist ein Fischerörtchen. Fische und Meeresfrüchte preisen auch die Restaurants an, einige mit Blick aufs Meer hinaus. Wir besuchen das Restaurant Le vieux moulin. Ein Lokal der schickeren Sorte mit schönem Ausblick von der Terasse aus.

Unweit des Hafens finden wir ausserdem ein idyllischer Ort für unser Zmittags-Piknick.

Nonza

Nonza ist berühmt für seinen schwarzen Sandstrand. Zum Schwimmen ist er allerdings, aufgrund von gefährliche Strömungen. weniger geeignet.

Tipp: Café de la Tour: Wer eine Pause braucht, kann sich hier an diesem lauschigen Plätzchen ausruhen und stärken für die Weiterreise.

Camping “A Stella”

Ein Geheimtipp auf dem Cap Corse, für solche die nicht viel brauchen beim Campieren. Dieser Zwei-Stern-Campingplatz bietet freie Sicht auf das Meer. Hier verbringen wir gleich mehrere Nächte, weil uns die Ruhe so gut tut.

Plage de l’Ostriconi – Desert des Agriates

Die Desert des Agriates ist ein rund 160 Quadratkilometer grosses, unbewohntes Steppengebiet. Die einzige Strasse, die die Wüste durchquert ist die D81.  Wobei man kaum von Wüste sprechen kann, wächst doch auch hier die Macchia. Hier findet man einsame Strände und an eine Mondlandschaftartige Wildnis, die mit diversen Bächen und Flüssen geschmückt wird. Zugangspunkte zu Stränden gibt es nur wenige. Die Strasse kann nur mit Geländewägen verlassen werden und es sollte bedacht werden. Dass es hier keine Einkehrmöglichkeiten, kaum Schatten und kein frisches Trinkwasser gibt.

Wir schnuppern von der Ostriccioni-Mündung aus in das Wüstengebiet. Hier befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Das Auro kann man am Strassenrand abstellen und zu Fuss das gebiet erkunden.

Corte

Nach der Wüste wollen wir in die Berge. Korsika besticht nicht nur mit schönen ABdeorten und wilden Küstenabschnitten, sondern auch mit den bis zu 2706 m hohen Bergen. Im Winter lässt es sich hier sogar Skifahren. Wir besuchten allerdings Freunde von Anna, die in der Region Kletterferien machten.

Corte ist die Pforte zur Bergwelt. Wir fahren ins wunderschöne Restonica Tal. Ein Kontrast zu allem was wir vorher gesehen haben. Wir sind begeistert.

Restonica-Tal

Tipp: Camping Tuani: Zwischen hohen Bergen und alten Kiefern lässt sichs wunderschön campieren. Der Campingplatz gilt als einer der schönsten Plätze auf Korsikaund ist ideal gelegen für Kletterer und Wanderer. Wer die Kälte nicht scheut, kann zudem ein Schwumm in der kalten Restonica wagen.

Wanderung zum Lac du Melo

Dauer: 1h Aufstieg, 1h Abstieg
Schwierigkeit: leichte Bergwanderung, Wanderschuhe empfohlen
Parkplätze: Ja, bei der Bergerie de Grotelle
Wilderness-Faktor:

Die Wanderung startet am Ende des Restonica-Tals. Dort befindet sich eine Bergerie mit rund 160 gebührenpflichtigen Parkplätzen. Wir entscheiden uns, da es schon Nachmittag ist, und das Wetter nicht prickelnd aussieht, nur eine kurze Tour zu machen. Zum Lac du Melo dauert es nur rund eine Stunde. Die Wanderung ist nicht sehr anspruchsvoll. Jetzt im Frühling liegt allerdings noch Schnee und an einigen Orten muss über Leitern geklettert werden. Vom Lac du Melo könnte man noch weiter zum Lac de Capitello aufsteigen, und von hier aus anspruchsvolle alpine Touren zum Lac de Goria oder Lac de Rinoso durchführen. Diese erfordern alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie entsprechende Ausrüstung.

Plage de Palombaggia

Der orangefarbene Strand zählt zu den berühmtesten und schönsten Stränden von Korsikas.Das Wasser ist klar wie Glas, türkisblau und seicht. Die Steine erstrahlen in sattem Orange. Leider spielt das Wetter bei uns nicht so mit. Kurz reinhüpfen tun wir dann aber doch noch.

Bastia

Nach 7 Tagen umherziehen, sind wir erneut in Bastia und widmen und dem Genuss. Wir spazieren durch die engen Gassen und lassen es uns bei Apero und Znacht sehr gut gehen.

Adios Korsika

Die Woche ist schnell vorbei gegangen. Korsika war wunderschön und hat gut getan. Die Mittelmeer-Insel bietet für jeden was. Wer einfach nur entspannen möchte findet ruhige Plätzchen, schöne Strassencafés und malerische Strände. Aber auch für aktive Leute, Sportler, Kletterer, Windsurfer, Radfahrer, gibt es hier viel zu Entdecken und Unternehmen. Das Campieren hat sich für uns gelohnt. Einerseits ist es günstig, andererseits lebt man mit der Natur und ist den ganzen Tag an der frischen Luft. In 8 Tagen hat man genügend Zeit eine kleine Rundreise zu machen. Für weniger Tage würde ich wohl den Weg nicht auf mich nehmen, aber es gäbe ja auch noch das gute alte Flugzeug. Für mich gehört allerdings, seit ich Kind bin, die Fähre zum “Abenteuer Korsika” dazu. Und wenn ich wieder mal zurück nach Korsika kommen werde, dann bestimmt per Schiff.

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