Java

Anreise

Wir haben den Flug von Singapur nach Jakarta erst vor Ort gekauft. Dies empfiehlt sich sehr bei kleinem Budget, denn direkt aus der Schweiz bezahlt man deutlich mehr für einen Flug nach Indonesien.

Pangandaran

Da wir Jakarta möglichst umgehen wollten, suchten wir uns direkt am Flughafen Jakarta einen Bus der uns an Meer, nach Pangandaran fahren sollte. Die Fahrt dauert länger als erwartet. Der erste Bus, der verdächtig luxuriös, und dementsprechend teuer war, brachte uns nach Bandung, einer 8 Millionen-Stadt mitten in Java. Laut, heiss, stinkig und vooooller Töff, Töfflis und was sonst noch alles so auf Rädern fährt. Das Exklusiv-Büssli schmiss uns irgendwo im Gewusel raus – weit und breit kein Bus-Bahnhof. Ein Taxifahrer brachte uns schliesslich zum Bus-Terminal, der eher einem Markt glich. Überall Menschen, Tiere und Fahrzeuge – und mittendrin wir. Trotz später Stunde finden wir einen Bus, der uns heute noch ans Meer fahren sollte. Nach weiteren acht Stunden mit kotzenden Busnachbarn und aufdrunglichen Strassenmusikern kommen wir tatsächlich Morgens um 2 Uhr in Pangandaran an.

Das Rinjani Homestay nimmt uns freundlicherweise mitten in der Nacht auf. Endlich! Angekommen in Indonesien! Übrigens, das Rinjani zeichnet sich nicht nur aus durch freundliche Gastgeber und der Nähe zum Strand, sondern auch durch die besten Banana-Pancakes, die man nach einer so langen Reise zum Zmorge bekommen kann.

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Café Diam

Unseren Masseur lernten wir bereits am ersten Tag kennen, als wir den Abend mit einem kühlen Bintang ausklingen liessen. Wild gestikulierend kam er auf uns zu und zeigte uns voller stolz zwei Adress-Büchlein voller kurzen Reviews von Gästen, die seine Massage genossen haben. Wir begriffen schnell, dass er weder hören noch sprechen konnte.  Nach einer Live-Demo von ihm machten wir mit ihm einen Termin ab.

Das Café Diam, wo die Massage standtfand, betreibt er mit seiner ebenfalls tauben Frau. Ich bewundere die beiden, die wohl das breiteste Grinsen ganz Pangandarans im Gesicht tragen und mit einer Fröhlichkeit und einem Enthusiasmus ihr kleines Business betreiben, wie es kein anderer hier tut.

Nationalpark Pangandaran

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Green Valley

Der Ausflug zum Green Valley erfolgte mit Scooter, und endete beinahe in einem Reisfeld. Ang, ein Local, hat uns zum  Green Valley gebracht. Alleine wäre es wahrscheinlich etwas schwer zu finden. Man bezahlt einen Eintritt und kann sich dafür im warem Flusswasser treiben lassen. Very cool & definitiv ein “to do” in Pangandaran.

Unterwegs nahm Ang uns mit zu einem einmaligen Fisch-Barbecue inmitten eines Fisch-Ponds. Leider wissen wir nicht wie das Restaurant heisst, geschweige denn wie man ohne Guide dorthin gelangt. Wer in Pangandaran herumfragt, wird es allerdings bestimmt herausfinden. Extrem leckeres und authentisches Essen. Java pur!

Pangandaran – Majingklak – Cilacap – Yogyakarta 

Nach einigen Tagen Akklimatisation am Meer wollen wir mehr von Java sehen. Unser Ziel, Yogyakarta, wollten wir nicht auf dem üblichen Landweg erreichen, sondern per Boot. Diese Route ist nicht eine offizielle Reiseroute, aber mit ein paar lokalen Kontakten liess sich schnell jemand finden, der uns bei unserem Vorhaben half. Ein Fahrer brachte uns an den Hafen von Majingklak, wo man ein Fischerboot sammt Steuermann “chartern” kann. Lonely Planet gibt einen Richtpreis von 350’000 Rp für die 3-stündige Fahrt an.

Die Bootsfahrt entlang des Flusses ist wirklich lohnenswert, die Landschaft wunderschön. Am Flussufer bekommen wir einen Eindruck davon wie die Menschen hier am und mit dem Wasser leben. Ausserdem passiert man die berühmt berüchtigte Gefängnisinsel, mit dem trügerischen Namen “Paradise Island”.

In Cilacap warten bereits Becak-Fahrer, die einem weiter zum Busbahnhof bringen. Von da aus fährt der Bus in ca, 5 Stunden nach Yogyakarta.

Yogyakarta

Kurz nach der Ankunft wurde Chrigi krank. Fieber über 39 Grad, Schüttelfrost, Gliederschmerzen. Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich mir wirklich Sorgen mache, kam dann ein Arzt vorbei. Doch leider konnte dieser auch nicht viel mehr tun, ausser Schmerzmittel zu verordnen. Der Verdacht auf Dengue bestand, doch leider kann man nicht viel machen ausser Wasser trinken und warten. Das taten wir dann auch, und waren heilfroh in einer Grossstadt und nicht irgendwo in der Pampa draussen zu sein.

Unser Guesthouse (Losmen Setia Kawan) war mit vielen anderen Unterkünften in der Sosrowijayan Area situert. Hier befinden sich viele günstige Backpacker-Unterkünfte, sowie Restaurants, Cafés, Schmuckläden und Massagesalons. Die kleinen Gassen sind eine Oase inmitten des  Grossstadttrubels und bieten müden Reisenden die Möglichkeit vor Batikhändlern und Becak-Fahrern zu flüchten. Sehr empfehlenswert!

Etwas Ausserhalb befindet sich ein ehemaliger Wasserpalast. Das Taman Sari Water Castle diente im 18. Jahrhundert einst dem Sultan als Vergnügungspark, Versteck oder auch Meditationszentrum. Vieles wurde durch Krieg und Erdbeben zerstört, einiges wurde restauriert und bietet den Touristen ein unendliches Labyrinth voller Entdeckungen.

Yogjakarta ist auch heute noch eines von nur zwei verbliebenen Sultanaten in Indonesien. Kraton ist der Palast und Wohnsitz des Sultans. Teile davon sind geöffnet für Touristen. Eintritt 12’500 Rp, Führungen gibt es auf Kollektenbasis. Es gibt ausserdem diverse Performances im inneren Pavillon, denen man beiwohnen kann.

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Restaurants zu empfehlen gibt einige! Wir mochten zum Beispiel das Bedhots Resto für ein feines Nachtessen auf dem Balkon, oder das Dewa Resto für einen kleinen Imbiss am Mittag. Wenn man Schlange essen will, dann gilt es das Mi Casa es Tu Casa aufzusuchen. Allerdings muss Schlangen-Curry vorbestellt werden.

Borobudur 

Borobudur ist für viele in- und ausländische Touristen eines der Highlights in Java. Die Besichtigung der Tempelanlage lohnt sich insbesondere im Morgendunst.  Auch wir standen um halb 5 Uhr Morgens auf um uns dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.

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Borobudur scheint DAS Ausflugsziel für javanesische Schulen darzustellen. Die Tempelanlage war auf einmal voll mit nervösen Jugendlichen, die scheinbar lieber bleiche Touristen mit ihrer Handykamera festhielten, als die Tempelanlage zu besichtigen. Hatte sich mal einer der Jugendlichen getraut jemanden von uns anzusprechen, standen auf einmal 20 Teenies bei uns und wollten und erst nach dem gefühlt hunderten Bildli wieder gehen lassen.

Yogyakarta – Surabaya – Probolinggo – Cemuru Lawang

Als letze Etappe in Java wollten wir in die Berge. Genauer gesagt nach Cemuru Lawang und von dort aus den berühmten Vulkan Bromo besichtigen. Von Yogya kann man mit dem Zug in 5.5 h nach Surabaya fahren, und von hier aus in weiteren 1.5 h nach Probolinggo reisen.  Die letze Etappe nach Cemuru Lawang wird mit einem Bemo (Büssli) in Angriff genommen . Mit Ach und Krach arbeitet sich das vollgestopfte Ding rund 2 h die kurvigen Strassen hinauf. Mit jedem Kilometer wird es kühler und bergiger. Mein Tipp für Cemuru Lawang: Umbedingt warme Sachen mitnehmen. Nicht umsonst sind hier warme Kappen der Topseller!

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Cemuru Lawang

Unterkünfte gibt es hier sehr viele. Fast jeder Einheimische schein hier ein Homestay anzubieten. Ausserdem gibt es ein Hostel mit einem kleinen Restaurant. Wir haben uns mit Romany und Andrew, einem Pärchen, dass wir im Bemo kennen gelernt haben, zusammengetan und uns in einem der Homestays einquartiert. Leider ist das Bergdörfchen vor allem auf den Tourismus angewiesen. Überall sonst in Java haben wir sehr nette und hilfsbereite Menschen angetroffen. In Cemuru Lawang jedoch will jeder seine Mützen, eine Unterkunft oder eine Jeeptour verkaufen, und mann muss die Preise um einiges herunterhandeln, um nicht viel zu viel für die oftmals schäbigen Unterkünfte zu bezahlen. Die Atmosphäre in Cemuru Lawang war wirklich eigenartig. Irgendwie trostlos und uncharmant. Wir haben uns hier nicht wirklich wohl gefühlt. Da es allerdings der Ausgangspunkt für die Besichtigung des Bromo’s ist, kommt man nicht darum herum hier einen Zwischenstopp zu machen.

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Cemuru Lawang
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Cemuru Lawang
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VW-Büssli-Satay-Spiessli-Grill

Für den nächsten Tag planten wir den Aufstieg zu einem Viewpoint  um bei Sonnenaufgang die Aussicht auf den Mt. Bromo zu geniessen. Obwohl uns alle davon abrieten (Da sie ja ihre Jeeptour verkaufen wollten) und uns keiner eine Wanderkarte aushändigen wollte, beschlossen wir es dennoch zu versuchen.

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Bromo
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bei Sonnenaufgang

Morgens um 3 Uhr standen wir auf und marschierten eine halbe Stunde später los. Der Weg war nicht schwer zu finden, wir folgten einfach den unzähligen Jeeps, die die bezahlenden Touristen zu den viewpoints hochfuhren. In 1.5 Stunden hatten wir unser erstes Ziel erreicht, stationierten uns allerdings etwas unterhalb des offiziellen Viewpoints, da dieser absolut overcrowded war. Um zum Vulkan zu gelangenwandert man danach weiter entlang der Krete und trifft bald auf eine befahrbare Strasse, welche in eine Ebene hinunter führt. Überall warte Einheimische mit ihren Pferden , in der Hoffnung Touristen gegen ein Entgeld in Richtung des Bromo-Kraters zu bringen. Wir haben die ganze Expedition zu Fuss gemacht. Obwohl wir noch vor Sonnenaufgang losgewandert sind, kamen wir erst wieder am späteren Nachmittag in Cemuru Lawang an. Es ist also ein Tagesausflug, wenn man alles zu Fuss macht.

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Reiter

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Treppe zu Krater

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Cemuru Lawang – Probolinggo – Banyuwangi

Mit einem dieser farbigen Büssli gings auch wieder ins Tal hinunter nach Probolinggo, wo wir weiter reisten nach Banyuwangi. Von dort, genauer gesagt von Ketapang, wollten wir mit der Fähre nach Bali (Gilimanuk) übersetzen. Übernachtet haben vor der überfahrt noch im schönen Ketapang Indah Hotel.

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Ketapang Indah Hotel

 

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