Ometepe

Anfahrt

Für einmal ist unser nächstes Reiseziel keine Surfdestination, sondern eine dschungelige Vulkaninsel. Da meine Ohren noch ein wenig Schonung brauchten, nutzten wir die Zeit ein Nicaragua’s Inneres zu bereisen. Von Popoyo geht’s mit dem Taxi direkt nach  San Jorge (35.- Sfr), wo wir ein Boot nehmen wollen. Es gäbe auch ein Shuttle nach Rivas, aber von da muss man sowieso ein Taxi nehmen. Deshalb haben wir uns für diese (bequeme) Variante des Reisens entschieden. Was wir nicht wissen: es gibt diverse Fähren und Fährunternehmen in San Jorge (aktueller Fahrplan). Fast jede Stunde fährt irgendwas. Manchmal nur eine Nussschale, manchmal eine Autofähre. Wir haben das überhaupt gar nicht gecheckt und uns natürlich zuerst die falschen Billete gekauft. Bis wir begriffen haben, warum die uns nicht aufs Schiff lassen… Jaja, irgendwann hat’s dann auch bei uns noch Klick gemacht, und wir tauschten unsere Billete gegen die Richtigen um. Die Tickets sind unglaublich billig. Für die 1.5-stündige Überfahrt bezahlten wir gerade mal 70 Cordobas (ca 2-3 Sfr). Ach ja, und zum Schiff: Wir haben die Nussschale erwischt :-)

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Unsere “Nussschale”
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Blick auf die Vulkaninsel Ometepe
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Unser Böötli von Innen

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Moyogalpa

Unser Böötli legte im Hauptort Moyogalpa an. Entweder mit dem Chickenbus, dem Shuttle oder einem Taxi kann man von da aus weiter zu seiner Unterkunft reisen. Wir haben gehört, dass der Chickenbus 3-4 Stunden für die Strecke nach Balgüe brauche. Deshalb nahmen wir ein Shuttle, welches zwar ebenfalls so vollgestopft war, jedoch nur eine knappe Stunde bis zu unserer Unterkunft brauchte.

Unterkunft

Die Totoco Lodge wird nicht nur im Lonely Planet in den höchsten Tönen gelobt. Es soll eine der schönsten Unterkünfte auf der ganzen Insel sein. Leider, jedoch mit 100 $/Nacht nicht in unserem Budget. Ich fand heraus, dass die Ecolodge auch Farm Casitas gleich unterhalb der Lodge vermietet, man aber doch den tollen Pool mit Wahnsinns-Aussicht geniessen kann. Diese kosten immer noch 45$/Nacht, aber was solls. Gebucht! Die Tototco Lodge liegt etwas abseits im Dschungel. Das Shuttle ist nur mit Ach und Krach die holprige Strasse hochgekommen und ich musste einsehen, dass die Farm Casitas doch ein wenig weiter weg waren als ausgemalt. Am Check-In dann die Überraschung: Da Wartungsarbeiten an den Farm Casitas vorgenommen werden müssen, dürfen wir in der Lodge nächtigen – zum selben Preis. Wohooow!! Das war eine tolle Überraschung.

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Pool mit Aussicht

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Totoco Restaurant
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open-air Badezimmer

What to do in Ometepe

Die Hauptattraktion auf dieser Insel sind die beiden Vulkane, welche bestiegen werden können. Wir entschieden uns für den nähergelegenen Volcán Maderas (1394 m). Dieser ist mehrheitlich bewaldet und hat einen Kratersee, der das eigentliche Ziel der Wanderung ist. Aussicht hat man aufgrund des dichten Waldes und Nebels nur von einem Viewpoint, und nicht vom Gipfel des Vulkans aus. Der immer noch aktive Volcán Concepción (1700 m) ist im Gegensatz zum Maderas nicht bewaldet und bietet demnach die bessere Aussicht. Aber der Aufstieg soll noch ein wenig länger dauern.

Wir hörten und lasen verschiedene Berichte über den Trail, und stellten uns auf eine anstrengende Wanderung ein. Laut Lonely Planet ist ein Guide Pflicht. Wir hätten den Weg von der Totoco-Lodge ohne ihn kaum gefunden und waren um seine Hilfe froh. Auf dem Weg sind uns allerdings Leute ohne Guide entgegengekommen. Wer die Wanderung selber machen will startet am besten von der Finca Magdalena aus. Der Weg ist viel bewandert und deshalb kaum zu verpassen. Zur Wanderung: Nun, ich hasse wandern! Das denke ich jedesmal wenn ich am Morgen früh irgendwo hin, hoch oder runterlaufen muss. Und bei diesem schwülen Wetter ist es erst recht saumässig anstrengend. Meist erhole ich mich von meinem Hass aufs Wandern spätestens wenn wir wieder Zuhause sind. Und dann find ich’s eigentlich ganz toll was ich heute erreicht habe. So war’s auch dieses Mal. Die Wanderung dauerte 8 Stunden und sie war wirklich (!) anstrengend. Das fand nicht nur ich, sondern auch Chrigi. Die ersten 4 Stunden den Berg hoch verlangen viel von einem ab. Man watet grösstenteils durch eine Schlammlandschaft oder hüpft von Stein zu Stein. Der Schweiss trieft und alles ist klebrig. Nach 3.5 Stunden erreichten wir den Gipfel und konnten den Abstieg zum Kratersee in Angriff nehmen. In nur 10 Minuten ist man unten, und kann bei Bedarf ins kühle Nass springen. Aber Achtung. Auch hier ist alles schlammig und man kann nur an einer bestimmten Stelle in den See hüpfen. Nach einer kurzen Essens- und Schwimmpause machten wir uns dann auf den Rückweg, der nochmals gut 4 Stunden dauerte. Fix und Foxi und von oben bis unten in Schlamm gekleistert kommen wir in der Totoco-Lodge an und gönnen uns erstmal ein Bier!

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Aufstieg zum Volcan Maderas
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Aussicht vom viewpoint
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Kratersee
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Zmittag beim Kratersee

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Schlammpartie
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Es ist neblig im Cloudforrest
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Abstieg

Neben Wandern kann man auf Ometepe auch wunderbar die Insel mit dem Scooter erkundigen, oder eine Kayak-Tour machen. Wer im Wasser rund um Ometepe schwimmen will, soll sich bewusst sein, dass es Bullenhaie im Nicaraguasee gibt. Diese können sehr aggressiv sein und attackieren Menschen.

Restaurants und Café’s

Die Totoco Lodge bietet am Abend jeweils ein vegetarisches und ein Fisch-/Fleischgericht auf Vorbestellung an. Die Gerichte werden aus Produkten der zugehörigen Farm gekocht. Leider ist auch das Essen überdurchschnittlich teuer. Wir haben’s uns einen Abend gegönnt. Das Essen war gut aber nicht wahnsinnig speziell. Am zweiten Abend assen wir im Café Campestre unten im Dorf und waren sehr positiv überrascht vom breiten Angebot, der gemütlichen Atmosphäre und den feinen selbstgemachten Pasta’s.

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