Montezuma

Anfahrt

Von Santa Elena reisen wir in aller Herrgottsfrühe (6am) mit dem lokalen Bus nach Puntarenas (1480 Colones/ 2.50 Sfr). Wir wollen von dort aus mit der Fähre auf die Nicoya-Halbinsel übersetzen. Am Busstopp in Puntarenas warten bereits arbeitshungrige Taxifahrer, welche die ankommenden Touristen weiter zum Fähren-Terminal bringen möchten. Nimmt man kein Taxi (2000 Colones/ 4.40), muss man mit einem 30-minütigen Spaziergang an der prallen Sonne rechnen. Wir gönnten uns diese Annehmlichkeit, und erwischten dadurch gerade noch die nächste Fähre nach Paqueras. Fähren fahren hier mehrmals pro Tag nach Paqueras und Playa Naranjo (Fahrplan). Das Ticket (810 Col/1.40 Sfr) kauft man vis-à-vis der Anlegestelle der Fähre kurz vor der Abreise. Einmal mehr bestätigt sich, dass es sich wirklich lohnt mit den lokalen öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Die Überfahrt dauert etwas mehr als eine Stunde. Bei lauter Lateinamerikanischer Musik und Meeresluft gemischt mit Fritöseduft kann man die schöne Schiffsfahrt durch den Golf von Nicoya geniessen. Nach Ankunft in Paqueras warten in vorderster Front Taxis. Geht man einige Schritte weiter wartet dort ein Bus, welcher nach Montezuma und Santa Teresa fährt. Es lohnt sich früh von der Fähre zu steigen um sich einen Sitzplatz im Bus zu ergattern. Der Bus hält unter anderem in Cóbano, wo man umsteigen müsste, falls man weiter nach Santa Teresa möchte. Von Paqueras nach Montezuma dauert die Busfahrt 1 Stunde.

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Fähre nach Paqueras
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Golf von Nicoya

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Entgegenkommende Fähre
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Tropisches Paradies

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Klima und Wetter

Nach dem kühlen Santa Elena hatten wir bei der Ankunft im tropischen Montezuma erstmal einen Schweissausbruch. Willkommen in der Masoala-Halle, nur ist das Klima hier echt. Hier kann man duschen und 2 Minuten später klebt man schon wieder am ganzen Körper. Ich schätze, der Körper muss sich erst einmal an die neuen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Auf alle Fälle wurden Jeans und Regenjacke verstaut und das Bikini hervorgekramt. Wobei man sagen muss, dass es während der Regenzeit kaum einen Tag gibt, an welchem es nicht plötzlich sintflutartig zu regnen beginnt. Aber selbst dann ist die Luft und der Regen so warm, dass das Bikini völlig ausreichend ist.

Unterkunft

Hier gibt es ein Traum von einem kleinen Hotel/Hostel. Es heisst Luna Llena, ist mitten im Dschungel, bietet Meeresblick und ist doch nur 200 m vom Dorfzentrum entfernt. Es gibt diverse Zimmer in unterschiedlichen Grössen. Manche sind Privatzimmer, andere sind Mehrbettzimmer. Einige haben sogar einen eigenen Balkon. Auf Nachfrage bekommt man einen Rabatt in der Nebnsaison. Wir bezahlten 28.- Sfr pro Nacht anstatt 38.- Sfr. Zmorge ist nicht inbegriffen, aber es steht Kaffee bereit, und in der Gemeinschaftsküche kann sich jeder sein eigenes Essen zubereiten. Die Besitzerin des Hotels heisst Milly, ist ursprünglich aus Deutschland. Sie lebt schon seit mehr als 20 Jahren in Costa Rica und weiss wies läuft in und rund um Montezuma. Sie hat das Hotel unglaublich schön und mit viel Liebe gestaltet und ist wirklich sehr nett und hilfsbereit. .

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Montezuma

Die Ortschaft ist wirklich winzig, und auf kleinem Raum finden sich diverse kreative Souvenir-Shops, Restaurants, Café’s und Hostels. Das farbige Örtchen hat Charme und wirkt paradiesisch mit dem palmengesäumten Strand. Die Stimmung ist sehr laid-back und Stress scheint hier niemand zu haben. Allerdings wird das Bild von Montezuma etwas getrübt, durch den Abfall der hinter den farbigen Fassaden zu liegen kommt. Auch ist das Wasser am Strand von Montezuma eher verschmutz, weshalb von einem Bad hier abgeraten wird.

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Strassen von Montezuma
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Die Polizei hat geschlossen
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Strand von Montezuma
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Squirrel
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Schmuck-Verkäufer

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Restaurants & Café’s

Ein Spaziergang zum Soda Tipica Las Palmeras lohnt sich! Das Foto sollte Bestätigung genug sein. Das Soda El Balcon Del Mar hat zwar einen coolen Balkon mit Sicht auf den Strand von Montezuma, überzeugte aber kulinarisch nur mässig. Chrigi hatte nach dem Verzehr ihres beinahe rohen Tuna’s eine wortwörtlich üble Nacht. Ein gutes Soda war aber das Soda Monte Sol, welches die Casados etwas kreativer servierten als üblich, mit einer ansprechenden vegetarischen Variante des Gerichts. Es gäbe auch Pizzaria’s und andere internationalere Restaurants in Montezuma, wir waren aber ganz zufrieden mit der günstigeren Küche der lokalen Sodas.

What to do in Montezuma

Da wir uns meist eher nach Surf- als nach Badestränden umhören, kann ich nicht genau sagen, an welchen Stränden man am besten Schwimmen kann. Je nach Tide muss man am Pazifik sowieso aufpassen wegen Strömungen.

Die uns bekannten Surfspots rund um Montezuma sind Playa Grande, Los Cedros, sowie Reyes. In Montezuma gibt es diverse Surfschulen und –shops bei denen man Bretter mieten kann. Da wir 2 Monate unterwegs sind und hauptsächlich den Surfspots nachreisen werden, haben wir uns dazu entschieden Surfbretter vor Ort zu kaufen und am Ende unserer Reise wiederzuverkaufen. Dies lohnt sich für uns deutlich mehr als an jedem Ort wieder auf die Suche nach geeigneten Miet-Brettern zu gehen. Auch wäre es ziemlich teuer Surfbretter aus der Schweiz mitzunehmen, mit dem Risiko, dass sie durch den Transport beschädigt werden. Wir wussten, dass Santa Teresa die besseren Möglichkeiten bietet ein (gebrauchtes) Brett zu kaufen, und da die Wellen ohnehin viel zu gross waren, kamen wir in Montezuma nicht gross zum Surfen. Selbst in Playa Grande, welcher als Anfängerspot bekannt, und in 30-Gehminuten über den Strand nach Norden erreichbar ist, waren die Wellen nicht surfbar. Einzig in Los Cedros hat sich Chrigi mit einem gemieteten Brett in die Wellen gewagt. Zu den Surfspots gelangt man jeweils zu Fuss. Wenn man Glück hat wird man von einem der vorbeifahrenden Geländewagen aufgeladen. Einen Bus gibt es entlang dieser holprigen Strassen nicht.

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Playa Los Cedros
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Playa Los Cedros
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Playa Los Cedros

Ein Must-Do in Montezuma ist sicherlich der Ausflug zum Wasserfall. Am südlichen Ausgang des Dorfes, vis-à-vis des Hotels Amor de Mar, befindet sich beim Parkplatz ein Schild, welches auf den Trampelpfad zum Wasserfall hinweist (map). Der Wasserfall sollte bei Regenzeit nicht besucht werden, da es zu plötzlichen Sturzfluten kommen kann. Wir sind aber lange nicht die einzigen, die den kleinen Hike trotzdem unternehmen. Am besten ist man Barfuss unterwegs, da man nach wenigen Minuten Trampelpfad erstmal einen Bach durchqueren muss um nachher einem schlammigen Weg weiterzufolgen. Nach 20 Minuten kraxeln, steht man vor einem rund 25 Meter hohen Wasserfall, welchen einen natürlichen „Swimmingpool“ speist. Der perfekte Badeort mitten im Dschungel, mit Affengebrüll im Hintergrund. Oberhalb dieses Wasserfalls befinden sich noch weitere Wasserfälle und Swimmingholes, welche durch eine Wald-Treppe erreicht werden können. Oben angelangt muss allerdings „Eintritt“ bezahlt werden (1000 Col/1.70 Sfr). Nach dem steilen Aufstieg ist man auch schon wieder bereit für den Sprung ins kühle Nass.

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Brüllaffen

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Eins meiner persönlichen Highlights war das Yoga in Montezuma. Es gibt verschiedene Yoga-Klassen, wo man spontan mitmachen kann. Ich war zwei Mal in einer Abendlektion im Hotel Los Mangos, auf Empfehlung von Milly. MontezumaYoga bietet dort täglich verschiedene Kurse an. Das Tolle ist der fantastische Ort und die wirklich erfahrenen Yoga-Indtruktorinnen. In einem offenen Pavillon mit Blick auf das Meer praktiziert man Yoga bei Kerzenschein und Meeresbrise. Die Lektionen dauern 1.5 Stunden (14 Sfr) und sind sowohl herausfordernd wie auch entspannend. Ich war zwei Mal da und habe Vinyasa- und Candlelight Yoga praktiziert. Bei Letzterem wurde die Klasse sogar mit Live-Hang-Musik begleitet. Unglaublich stimmungsvoll.

Weiter nach: Santa Teresa

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