Island

Eine Reise durch traumhafte Fjorde, karge Landstriche, vorbei an wilden Wasserfällen und weidenden Schafen.

Unsere Reiseroute:

Reisedauer: 14 Tage
Reiseart: Flugzeug & Mietauto
Unterkunft: Zelt & Hostels
Aktivitäten: Trekking, Sightseeing, Reiten, Campiereren, Fotografieren, heisse Quellen, Wellness

Snæfellsnes Peninsula

Tipp: Im Hafen von Stykkishólmur spielt Ben Stillers Film “Secret life of Walter Mitty”. Wer “Gluscht” auf Island hat, kann sich gut mit diesem Spielfilm auf die wunderschönen Landschaften einstimmen.

Ein weiteres Highlight, unter anderem für Fotografen, ist der Kirkjufell. Ein hübscher Berg nahe der Stadt Grundarfjörður. Der Berg besticht durch seine Der Berg keilförmige und gleichmässige Form. Leider war zu schlechtes Wetter, als wir da waren.

Hellalaug

Ein echter Geheimtipp! Direkt am Meer befindet sich ein natürlicher HotPotHellalaug befindet sich etwa 400 Meter südöstlich der Servicestation Flókalundur an der Strasse 60. Es gibt einen unbeschrifteten Parkplatz mit einem Bohrloch, von dem das “Strandbad” versorgt wird. Das Badebecken ist etwa 3m x 4m groß, hat eine angenehme Sitztiefe von 60cm und das Wasser hat eine Temperatur von ca. 36°C.

Schön aufgewärmt für die Nacht beschliessen wir diese nacht nicht eine der Campingplätze hier zu nutzen, sondern wild zu campen – wir hatten ja schliesslich die ganze Ausrüstung dabei. In vielen Teilen des Landes ist dies erlaubt und bietet natürlich für Camping- und Freiheitsliebhaber unendliche Möglichkeiten.

Dynjandi

Immer wieder sind wir beeindruckt von der Landschaft Islands. Ganz speziell hier sind die vielen, zum teil sehr imposanten Wasserfälle. Einer, den wir auf unserer Reise besichtigt haben ist der Dynjandifall.

Þingeyri

Weiter nördlich befindet sich der älteste Handelsplatz in den Westfjorden. Heute ist der Ort vor allem bekannt für sein fermentierter Haifisch. Hier hat es überall farbige Häuschen, worin der Grönlandhei zum Trocknen aufgehängt wird. Erst durch die Fermentierung wird der Hai überhaupt essbar. “Hákarl” nennt sich diese isländische Spezialität dann. Traditionell wird das weisse Fleisch in kleinen Stücken mit dem isländischen Schnaps “Brennivín” serviert.

Im Ort Þingeyri gibt es sonst nicht viel zu sehen.  Allerdings ist es ein guter Ausgangspunkt um die Westfjorde zu erkunden. Wir beschlossen von hier aus einen Ausritt mit Islandpferden zu machen. Das sehr hübsche und gemütliche Café Simbahöllin ist Anlaufstelle dafür. Die Besitzer des Cafés bringen nämlich nicht nur heissen Kaffee und leckere Süssigkeiten zu Tische, sondern organisieren für Interessierte auch Ausritte mit ihren Islandpferden. Wir entschieden usn für den “Valley to Sea”-Ritt. Deser dauert rund 2.5 Stunden und kostet 12.900kr (umgerechnet ca. 115.- CHF ) und es lohnt sich wirklich. Im nu ist man in der schönen isländischen Natur und bewegt sich ganz ohne Motorenlärm mal im Schritt, mal im Galopp durch Wiesen & Bäche.

Ísafjörður 

Ísafjörður ist mit Abstand der grösste Ort der Westfjorde, wobei gross in Island relativ ist. Gerade mal 2540 Einwohnern gibt es hier. Früher war dieses “Städtchen”Walfangzentrum. Heute dient der Hafen unter anderem den Kreuzfahrtschiffen, die hin und wieder hier Zwischenhalt machen. Wale werden heute zum Glück lieber Beobachtet als gejagt. Verschiedene Outfitter bieten Whalewatching-Touren an (zB. West Tours).

Ísafjörður ist der Ausgangspunkt für all jene, die nach Hornstrandir gelangen wollen. Die unbewohnte Halbinsel Hornstrandir ist am nördlichen Ende der Westfjorde und mitunter einer der letzten grossen Wildniss-Regionen Europas. Wer dorthin ein Trekking unternimmt ist gänzlich auf sich alleine gestellt. Es gibt dort nichts. Lediglich der Transport zur Halbinsel kann über Borea oder West Tours organisiert werden. Wer einmal dort ist, muss selbst zurecht kommen. Auch wir wollte umbedingt dorthin. Allerdings lag im Juli 2014 immer noch zu viel Schnee, es wäre zu kalt und zu gefährlich gewesen. Wir mussten die Tour leider auf unseren nächsten Island-Trip verschieben.

Heydalur

Diese Nacht verbringen wir im Zelt neben dem Guesthouse Heydalur. Die Anlage befindet sich am Ende des Mjóifjörður-Fjords, ca. 12 km von der M61 entfernt. Für 1200 ISK p.P (10.- CHF p.P) kann man hier auch campieren und zudem Sanitäranlagen und die heissen Bäder nutzen. Dies Hotpots sind hier bei diese, kalten und vor allem windigen Wetter wirklich Gold Wert. Nur raus will man irgendwie nie mehr.

Das Wetter will sich irgendwie immer noch nicht so recht bessern am folgenden Tag. Trotz Zwiebelprinzip sind die 5-10 Grad Celsius tagsüber frostig kalt, da konstant ein kühler Wind weht. Deshalb bewegen wir uns auch an diesem Tag hauptsächlich mit dem Auto. Wir beschliessen die nächste Nacht an einem warmen Ort zu übernachten und uns im Restaurant bekochen zu lassen.

Akureyri

In Akureyri finden wir am Nachmittag eine gemütliche Unterkunft. Im Stadtzentrum gibt es diverse Schlafmöglichkeiten, Restaurants und Shops. Wir übernachten im Akureyri Backpackers und bekommen dort sogar einen Double Room. Das Hostel ist sehr gemütlich und liebevoll eingerichtet. Im Untersten Stock hat es ausserdem ein Restaurant-Bar-Betrieb für Burger-Hungrige und Bier-Durstige.

2-Tages-Trekking von Ásbyrgi zum Dettifoss

Trotz immer noch schlechten Wetters, setzten wir nun endlich unser Trekking-Vorhaben um. In Ásbyrgi gibt es ein Zentrum, wo man sich Infos und Karten zum Jökulsárgljúfur-Nationalpark holen, und gleichzeitig sein Auto parkieren kann, wenn man von hier aus eine Mehrtageswanderung machen möchte. Wie liessen uns beraten und entschieden uns für eine 2-Tages-Tour entlang dem Canyon. Wer diese Wnaderung machen möchte muss ein Zelt und Essen mitnehmen. Unterwegs gibt es lediglich einen Campingplatz, auf dem man Übernachten darf. Eingekauft werden kann unterwegs nicht.

Dettifoss

Am Dettifoss war Schluss mit Ruhe. Wie bei allen anderen Sehenswürdigkeiten an der berühmten Ring Road, machen auch hier scharenweise Cars voll mit Touristen Halt. Lohnen tut sich der Blick auf den Dettifoss allemal.

Vom Dettifoss fahren Busse, die einem wieder zurück zum Visitor Centre und Parkplatz bringen.

Húsavík

Dieser hübsche Fischerort ist das Whalewatching-Zentrum Islands. Hier gibt es allerdings nicht nur Tiere zu sehen, auch das Dorf selber ist wirklich ansehnlich. Farbige Häuser, kreischende Möven und die salzige Luft prägen das Ortsbild. Wir haben auf dem einfachen Dorf-Campingplatz übernachtet. Von hier aus kann man in wenigen Gehminuten zum Hafen gelangen. Es stehen natürlich auch diverse Guesthouses zur Verfügung, doch Camping ist nun mal um einiges preiswerter.

Kulinarisch gesehen fanden wir in Húsavík eines unserer Highlights in Island. Das Naustið ist ein Restaurant, dass direkt am Hafen liegt. Eher einfach eingerichtet, vermutet man eine ganz gewöhnliche Beiz. Überrascht wirs man mit herrlich frischem Fisch und köstlichen Meeresfrüchten in verschiedenen Variationen. Die Erinnerung, wie das Fischtartar auf meiner Zunge zerfloss, ist bis heute erhalten geblieben. Mittlerweile ist das Restaurant umgezogen und befindet sich in einem gelben Haus mitten im Dorf. Nun sieht das Innenleben viel gemütlicher aus. Ich würde jedem, der in Húsavík vorbeikommt, einen Besuch im Naustið ans Herz legen. Wer nur kurz Zeit hat für ein Imbiss, sollte sich die Fish n’ Chips direkt am Hafen nicht entgehen lassen.

Es gibt verschiedene Anbieter für Whale Watching Touren. Alle bieten mehr oder weniger dasselbe an, zu ähnlichen Preisen, aber unterschiedlichen Zeiten. Man kann relativ spontan eine Tour buchen, da die Touren mehrmals pro Tag stattfinden. Alle Tourenanbieter befinden sich entlang dem Hafen und werben mit grossen Fahnen und Plakaten um Touristen. Wir sind mit Salka Whalewatching gegangen. Aber in Grunde genommen ist es überall dasselbe. In 3.5 h fährt man zuerst zu einer kleinen Puffin-Insel, wo man bequem vom Schiff aus die lustigen Schnabeltiere beobachten kann. Danach fährt man weiter ins Meer hinaus und hofft auf einen Wal. Wir hatten Glück und konnten eine Weile lang einem Buckelwal zuschauen. Kostenpunkt 11.500,00 ISK p.P.( 100 CHF p.P.). Ich fand das Whale Watching toll. Obwohl ich es schon vorher mal in Kanada gemacht habe, und es doch ziemlich teuer ist, hat sich die Bootsfahrt wirklich gelohnt.

Mývatn 

In der Region rund um den Mývatn-See sieht die Landschaft wie sonst nirgends aus in Island. Hier deuten Krater, skurille Lavaformationen, brodelnde Schlammlöcher, und dampfende Erde auf ihren vulkanischen Ursprung hin. Dimmuborgir  ist ein beliebter Ort um die Folger der Lavaausbrüche anzuschauen. Die bizarr geformten Steinformationen des Lavafelds erinnern an verfallene Ruinen von Burgen, Türmen oder Kathedralen. In der isländischen Mythologie glaubt man, dass gier der Unterkunftsort von Elfen und Trollen ist.

Krafla

Krafla ist ein Vulkan-System von ca. 100 km Länge rund um den gleichnamigen Vulkan. Hier befindet sich auch eines von fünf geothermalen Kraftwerke. Mit Erdwärme und Wasserkraft deckt Island 100 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen ab. Die Region kann zum Teil zu Fuss erkundet werden. Mit Dem Auto fährt man hoch bis zum  Víti, einem vulkanischen See. Dort kann man parkieren und zu Fuss weiter zu den Geothermalen Feldern um sich das mal aus der Nähe anzuschauen. Das Spiel Von Dampf und Licht ist besonders lohnenswert bei Dämmerung.

Die Mývatn Nature Baths laden zur Entspannung ein.Etwas kleiner als die berühmte Blue Lagoon bei Reykjavik, hat es hier auch weniger Leute. Es riecht leicht nach Schwefel und der Untergrund ist glitschig. Das Wasser ist etwas knapp warm bei kaltem Wasser, aber wenn nur noch Mund, Nase und Augen aus dem Wasser schauen reicht dies ganz und gar. Es ist wirklich ein Erlebnis und ich empfehle jedem Island-Reisenden ein Bad in einem der Natürlichen Wellnessoasen.

Reykjahlíð

In der Myvatn Region ist Reykjahlíð der Hauptort. Wir haben hier übernachtet au dem schönen Bjarg Campingplatz (1500 ISK p.P). Schöne Landschaft, direkt am See, und dem Name getreu so einige Mücken.(Mývatn = Mückensee).

Das Gamli Bærinn ist eine coole Adresse für ein herzhaftes isländisches Abendessen. Die Taverne ist urchig, gemütlich eingerichtet. Man bekommt Pub-Food wie mans kennt, aber auch gewisse isländische Spezialitäten. Wir kosteten isländisches Rúgbrauð mit Rauchlachs. Diese Brot wird traditionellerweise in speziell angefertigten Tontöpfen in der Nähe von heissen Quellen im Boden für 24 Stunden vergraben und somit gedünstet. Lecker!!

Egilsstaðir

Weils so regnerisch und kalt war machten wir Halt im Bókakaffi Hlöðum. Ultra gemütlich, mit super Kaffee, und wiedermal ein total cooler Ort zum Aufwärmen. Das haben die Isländer wirklich drauf. Immer wieder auf unserer Reise durch Island finden wir liebevoll eingerichte kleine Kaffees und gemütliche Bars und Restaurants mit selbstgemachten Köstlichkeiten.

Austfirðir

Die Ostfjorde stehen viel weniger im Interesse vieler Touristen. Doch die Landschafz und Küstenabschnitte sind hier wild und dramatisch. Die Gegend ist verlassener als andere Orte in Island. Für viele macht dies genau den Reiz aus. Entlang den vielen Fjorden kann man Wandern, Kayak fahren oder an einem der Nestplätze Vögel beobachten. Wir haben uns weniger einzelne Orte angeschaut, sondern sind mit dem Auto der Küste entlang gefahren. Hunderte von Wasserfällen schmücken die Landschaft. Immer wiedermal trifft man auf einen einsamen Strand oder ein paar Häusergruppen.

Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir uns hier in den Ostfjorden wieder mal ein warmes Zimmer zu gönnen. In Berunes gibt es ein sehr empfehlenswertes HI Hostel. Die Jugendherberge ist in einem wunderschönen Bauernhaus untergebracht. Es gibt Hütten für Selbstversorger, sowie Einzel-, Doppel- und Familienzimmer. Zum Hostel gehört ein kleines Restaurant, wo man auf Wunsch herrliches isländisches Essen geniessen kann.  Wir könnens nur empfehlen!

Jökulsárlón

Leuchtend blaue Eisberge treiben in der Gletscherlagune von Jökulsárlón. Die unwirklich erscheinende Landschaft ist einmalig und ein Must-Do für jeden Isandreisenden. Entlang der Lagune kann man ausgedehnte Spaziergänge Unternehmen und das Wunderwerk der Natur aus verschiedenen perspektiven geniessen. Wenn man Glück hat, sieht man vielleicht sogar Robben beim herumtollen. Die Lagune ist via Jökulsá – Islands kürzestem Fluss – mit dem Atlantik verbunden. Die Eisblöcke treiben zum teil jahrelang in der Gletscherlagune, bis sie in den Altantik ausgestossen werden.

Wer näher an den Gletscher will, kann auch eine Bootstour machen, oder mit einem der Amphibien-Fahrzeuge sightsee-en.  Wir haben diesen Part ausgelassen.

Jökulsárlón war in vergangener Zeit schon oft Kulisse für Filme. Nur ein Beispiel ist der James Bond Klassiker “Another Day“, wofür die ganze Lagune komplett zugefroren wurde.

Skaftafell

Zum Vatnajökull-Nationalpark im Süden der Insel gehört nicht nur die die Region Rund um den  Jökulsárlón-Gletscher, sondern auch die Region Skaftafell. Die Einzigartigkeit dieses Nationalparks liegt hauptsächlich an der Kombination von Gletschern, Flussystemen, imposanten Wasserfällen, Vulkanismus und geothermaler Aktivität. Hier kann man Gletscherwanderungen machen, Mountainbiken, Höhlen erforschen oder einen Flug über das Gebiet geniessen. Wir haben die Hauptatraktion besichtigt. Der Svartifoss, ein schmaler Wasserfall umgeben von Basaltsäulen. Dieser Wasserfall ist Objekt vieler Postkarten und wir wollten ihn uns unbedingt live ansehen. Vom Visitor Center dauert die Wanderung zum Wasserfall und zurück rund 1.5 Stunden. Ein gemütlicher Ausflug also. Es gibt noch weitere “Walks”, wobei man im Visitor Centre Karten kaufen kann. Der Nationalpark ist sehr gut besucht. Wenn man Wildnis sucht, muss man weiter wandern als nur zum Wasserfall. Vielleicht wäre eine Mehrtageswanderung ja eine Option? Definitiv ein To-Do für unsere nächste Island-Reise.

In Svinafell gibt es einen bescheidenen CampingplatzEs ist lediglich eine Wiese und bietet aber einen Aufenthaltraum mit Küche und Sanitäranlage.

Vík

In Vík befindet sich einer der schönsten Strände der Insel. Die Strände glänzen Schwarz, und die markanten Klippen erstrahlen in saftigem Grün. Hier ist der regnerischste Ort Islands, was die üppige Pflanzenwelt erklärt. Schlicht weg wunderschön ist es hier. Und einen Abstecher lohnenswert.

2-Tages-Trekking von Skógar nach Þórsmörk

Die Wanderung startet am Skógafoss. Hier stellen wir unser Auto ab und wandern erst gegen Abend los, da es hier oben ja gar nicht dunkel wird im Sommer – woran man sich erst einmal gewöhnen muss beim Campieren.  Entlang des Wasserfalls führt eine Treppe hoch, oben ist der Weg selbsterklärend. Wir wandern entlang des Skóga-Flusses, entdeckn immer wieder tolle Wasserfälle, überqueren Schneefelder, die mit Asche bedeckt sind und kommen gegen Mitternacht in der gemütlichen Hütte Fimmvörðuskáli an. Hier hat es einige Schlafplätze, Wasser und Essen muss jeder selber mitbringen.

Am nächsten Tag wandern wir zwischen den beiden Gletschern Eyjafjallajökull and Mýrdalsjökull vorbei. Weiter entdecken wir die Krater Magni und  Móði. Die Frische Lava fliesst immer noch unter der Oberfläche und die Hitze der Lava kann immer noch gefühlt werden. Stellenweise dampft es aus der Erde.

Je mehr wir uns dem  Þórsmörk nähern, desto märchenhafter wird die Landschaft. Diese Region nennt sich auch Goðaland (Land der Götter), und wer Augen hat, sieht auch warum.

Der Endpunkt der Wanderung ist  Básar . Von hier fahren speziell Busse, die durch die Krossá, ein Flussystem, fahren können. Hier gibt es nämlich keine Strasse und das Fahren hier will gelernt sein. In Básar gibt es einen lauschigen Campingplatz, der wirklich schön ausgesehen hat mit guter Infrastruktur obendrauf. Da wir unser Zelt nicht dabei hatten, führen wir allerdings am selben Tag noch zurück nach Skógar. Beim Seljalandsfoss macht der Bus einen Halt. Hier kann man hinter den Wasservorhang des Falls stehen und sich für einmal den Wasserfall von hinten anschauen.

Die Wanderung ist gut 25 km lang. Je nach Kondition kann man sie auch in einem Tag machen. Für uns war die Aufteilung in zwei Tage super, weil wir es so richtig geniessen konnten. Mir hat dies Wanderung viel besser gefallen, als die Wanderung von Ásbyrgi zum Dettifoss. Der Grund: Die Landschaft ist genial, und viel abwechslungsreicher. Immer wieder wird man mit wunderschönen Bildern und Szenerien überrascht. Die Strecke, die  wir gemacht haben, kann noch erweitert werden. Sie gehört zur berühmten Wanderstrecke Laugavegur. Dies ist der bekannteste Trekkingweg in Island und ist insgesamt 53 km lang. Unterwegs hat es Hütten. Das Essen und Trinken muss selber mitgebracht werden.

Reykjadalur Hot Springs

Eines meiner Island-Highlight waren sicherlich die Hot Springs von Reykjadalur.  Im Ort Hveragerði fährt man am Golfplatz vorbei bis zum Dala Coffee. Am Ende der Strasse startet der Trail. Wir haben unser Auto hier parkiert. Von hier aus läuft man rund eine Stunde einem Fusspfad entlang bis man schliesslich den Teil des Flüsschens findet, wo man darin baden kann. Meistens erkennt man es an den anderen Leuten, die auch schon da sind. Schnell umziehen in der kalten Luft und schon kann der Spass beginnen. Aber Achtung! Raus will man hier nie mehr.

Wir sind erst am späten Abend hoch und wieder runtergelaufen. Dementsprechend hatten wir wenig Lust uns noch einen Campingplatz um Mitternacht zu Suchen. Wir übernachteten einfach in der Nähe des Parkplatzes auf einer Ebene.

Geysir

In Island gewesen zu sein und nicht DEN Geyisir gesehen zu haben, wollten wir uns nicht nehmen lassen. Nach diesem Geysir sind alle anderen geothermalen Springbrunnen benannt worden.

Reykjavík

Zum Abschluss verbringen wir noch einige Tage in der Hauptstadt Islands. Zum Übernachten haben wir uns eine Wohnung über AirBnB gemietet. Preislich lohnt sich das wirklich. Und wir hattesn auch noch wirklich gut getroffen. Eine hübsche kleine Wohnung Nahe des Stadtzentrums.

Hier einige persönliche Tipps für Reykjavík:

  • Brunchen  (zB im Bergsson mathús)
  • Die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten (Hallgrímskirkja)
  • Gourmet Dinner im Friðrik V – ein kleine Familienlokal mit isländischen Köstlichkeiten – Geschmacks-Orgasmus garantiert! Teuer, aber das Geld lohnt sich.
  • Durch die vielen Deko- und Designläden schlendern (zB. Hrím Hönnunarhús)
  • Einen White Russian in der Lebowski Bar geniessen
  • Eine Veranstaltung im Harpa Reykjavik Concert Hall and Conference Centre besuchen. Hier gibt es oft Vorstellungen von Komikern oder Artisten am Abend.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Island ist auch im Sommer verd… kalt! Unbedingt viele warme Sachen mitnehmen.
  • Island kann man auch günstig bereisen. Easyjet fliegt günstig von  Basel nach Reykjavik. Ein kleines Auto zu mieten ist nich sehr teuer, und wer sich nicht scheut in einem Zelt zu übernachten spart massiv. Man kann wild campieren oder auch auf Zeltplätzen, die aber immernoch ein Bruchteil eines Hostel-/Hotelzimmers kosten, für welche man mind. 50.- CHF pro Person rechnen muss.
  • Ein Auto mieten lohnt sich! Man hat die totale Freiheit und ist nicht an die viel bereiste Ringroad gebunden. Wer allerdings weit ins Landesinnere, auf sogenannten F-Roads fahren möchte, braucht einen Geländewagen und Erfahrung.
  • Island ist landschaftlich ein Traum. Wer wunderschöne Natur sucht ist hier am richtigen Ort. Sehr geeignet für Fotografen.
  • Unbedingt nicht nur der Ring Road (= Route 1) folgen. Es ist zwar beschwerlich und langwierig, jedoch lohnen sich Umwege – zB den Westfjords entlang – für diejenigen, die die Natur und Abgeschiedenheit suchen. Die Sehenswürdigkeiten entlang der  Ring Road sind stark frequentiert.
  • 2 Wochen sind ein guter Zeitrahmen für eine Rundreise. Nun wissen wir genauer was wo ist und würden uns bei einer nächsten Reise eher längere Zeit an einzelnen Orten aufhalten, beispielsweise um eine längere Wanderung zu machen, oder für ein Island-Pferde-Trekking.
  • Reykjavik, als Kontrast zum Land, ist lebendig, farbig und kreativ – diese kleine Stadt mit ganz eigenem Charme ist einen kürzeren oder auch längeren Besuch wert. Wir kommen bestimmt wieder!

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